Meine Geschichte


Ich werde oft gefragt, seit wann ich denn eigentlich schon zeichne. Und diese Frage ist ganz einfach beantwortet: Ich zeichne, seit ich einen Stift in der Hand halten kann.

 
Meine ersten Versuche haben wohl damit angefangen, dass ich die Tapeten in unserer Wohnung vollgekritzelt habe. Meine Eltern haben dieses Verhalten aber nie unterbunden, sondern dadurch gefördert, dass sie mir Stifte und Papier zur Hand gaben. Seitdem mussten die Tapeten nicht mehr unter meiner künstlerischen Ader leiden.
 

In meiner Kindheit war ich ganz angetan von Disney-Filmen. Ich wollte immer die darin vorkommenden Figuren nachzeichnen und da es das World Wide Web noch nicht gab, musste ich andere Mittel und Wege finden, an meine Referenzen zu kommen. So habe ich zum Beispiel die Filme bei bestimmten Szenen pausiert, um meine Lieblingsfiguren abzeichnen zu können. Ganz vernarrt war ich in "Bambi", "Aristocats" und "Der König der Löwen".

Meinen ersten Kontakt mit Anime und Manga hatte ich mit der Serie "Sailor Moon", die erstmals 1997 auf RTLII ausgestrahlt wurde. Damals kamen die Animes aus Japan gerade nach Deutschland und ich war so fasziniert von dieser neuen Welt, dass ich noch mehr gezeichnet habe als vorher! "Dragon Ball", "Pokemon" und "Digimon" schlossen sehr schnell auf. Ich habe all diese Serien auf Videokassette aufgenommen, um sie später pausieren und von ihnen abzeichnen und lernen zu können. Von diesem Zeitpunkt an wurde mein Stil stark von den japanischen Animes beeinflusst.

 

Kurz danach entdeckte ich die Mangas zu vielen meiner Lieblingsanimes und auch das Manga-Magazin "Banzai!", worin viele Geschichten kapitelweise monatlich erschienen. Die "Banzai!" war der Anstoß, der in mir den Wunsch weckte, selbst eine "Mangaka" werden zu wollen. Und so startete ich meine ersten, eigenen Comic-Versuche.

"Sailor Moon" ©Naoko Takeuchi
Fanart (1998/99)


Manga-Fieber Band 1 (2005)

Durch die Teilnahme an verschiedenen Manga Zeichenwettbewerben wurden größere Verlage auf mich aufmerksam. So habe ich 2004 von TOKYOPOP eine Anfrage für den Sammelband "Mangafieber" erhalten, für den ich eine Kurzgeschichte beisteuern durfte. Dieser erschien zur Leipziger Buchmesse 2005 und kurz darauf kam vom selben Verlag ein weiteres Angebot. Diesmal sollte mein eigener Manga "Tylsim" als Einzelband erscheinen, was dann auch 2008 geschah. Ein Traum wurde damit für mich wahr! Danach habe ich für eine Zeit lang Auftragsarbeiten angenommen, bis ich erneut eine Anfrage von TOKYOPOP für den "Grimms Manga Sonderband" erhielt, wofür ich eine Eigeninterpretation des Märchens "Die Bremer Stadtmusikanten" in Form einer Kurzgeschichte beisteuern sollte. Der Sammelband erschien 2011. Dies war meine letzte Zusammenarbeit mit einem Verlag, stattdessen habe ich weiterhin Auftragsarbeiten von Firmen und Privatpersonen angenommen.


Bis ich jedoch vom Zeichnen leben konnte, hat es etwas gedauert. Es gab sogar Zeiten, wo ich das Zeichnen komplett aufgeben wollte, um andere Wege einzuschlagen. Aber einfach etwas aufzugeben, was fast seit meiner Geburt ein Teil von mir ist, war für mich unmöglich. So blieb das Zeichnen weiterhin ein Teil von mir. 

 

2014 etablierte ich mich durch den Entwurf meiner zwei Drachen-Charaktere in der deutschen Manga/ Anime-Community. Ao Shun und Ddraig Goch stießen auf Facebook, Twitter und Instagram auf große Beliebtheit. Plötzlich gab es Fanarts zu meinen Charakteren und das Interesse an weiteren Charakterdesigns wuchs. Das war für mich so neu und gleichzeitig erfreulich, dass ich mich mit noch größerer Motivation in meine Zeichnungen hing!

 

Tylsim (2008)


Ao Shun (Eigeninterpretation)

Ddraig Goch (Eigeninterpretation)

Zu etwa derselben Zeit fragte mich eine Zeichnerkollegin, ob ich mit ihr zusammen einen Tisch im Zeichnerbereich der Leipziger Buchmesse 2014 teilen würde. Trotz einiger Bedenken gewann die Neugier und meine erste Erfahrung als Aussteller auf einer Messe war überwältigend. Die positiven Feedbacks und das Interesse an meinen Prints waren dann der Auslöser dafür, dass ich den Weg als selbstständige Künstlerin einschlagen wollte. Und ich freue mich heute noch, dass ich mich damals genau für diesen Weg entschieden habe!

 

Ich habe seit dem Erlebnis auf der Buchmesse viele weitere Charaktere entworfen, und da ich ein großer Fan der ägyptischen Mythologie bin, sind der Großteil meiner Designs Eigeninterpretationen ägyptischer Gottheiten. Nun lebe ich seit einigen Jahren von meiner größten Passion, indem ich Merchandising-Artikel herstelle und verkaufe. Ich stelle inzwischen auf vielen Messen deutschlandweit aus und habe auch schon außerhalt von Deutschland ausgestellt. In Zukunft möchte ich gerne meine Präsenz auch im Ausland noch weiter steigern!


In den letzten Jahren habe ich neben meinen Charakterdesigns auch Manga in Form von Kurzgeschichten gezeichnet und diese selbst veröffentlicht. Später wurden sie in Zusammenarbeit mit dem jungen Verlag PYRAMOND in einer qualitativeren Aufmachung neu verlegt.

 

Und das ist in groben Zügen meine Geschichte in die Selbstsständigkeit als Zeichnerin. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass ich meine Leidenschaft für das Zeichnen noch lange ausleben und damit viele Menschen rund um die Welt erreichen und begeistern kann. Ich möchte meine Passion gerne mit euch teilen und mich dabei weiterentwickeln können. Zusätzlich wünsche ich mir, dass ich viele von euch motivieren kann, sich zu trauen, die eigene Leidenschaft auszuleben. 
Gebt euch selbst eine Chance! Ich glaube fest daran, dass man alles erreichen kann, wenn man sein Bestes gibt! : )

Anubis (Eigeninterpretation)


Hier sind meine selbstverlegten Kurzgeschichten. Im Shop-Bereich unter Bücher findet ihr mehr Infos zu jedem Manga.


Candy upROAR (2014) (Neuauflage 2017)

Fable Clash! (2015) (Neuauflage 2017)

Fable Clash! DAYS (2017)